Powerplay
Well-Known Member
Das Credo sollte nicht "keep building" lauten, sondern "start rebuilding". Und der Club muss sich wieder mehr von Strebel abkoppeln.
Ihm darf der Club als Mäzen noch immer gehören, mit diversem was das so an Plfichten und Rechten mit sich bringt, aber damit hat sich's.
Es ist nicht der Eissportverein Strebel & co., es ist der Eissportverein Zug. Du kommst nicht mehr in die Kabine, wir besuchen das OYM fürs Gym (die Geräte ansich sind ja alle exzellent) und feilen an unserer Schusstechnik & co., aber wir wohnen nicht mehr da. Wir gehen zurück auf klassisches Eis- und Krafttraining, mit einer Sportlerdiät. Proteine, gesunde Fette, Vitamine und ein paar Kohlenhydrate. Das ist keine Wissenschaft, sondern verdammt simpel. Und sobald es nur geht, verschwinden die verdammten 3 Buchstaben von der Arena. Fertig.
Und wenn das dem Hämpe nicht passt, dann findet man ganz bestimmt jemand anderen der den Club übernimmt.
Sehr gut geschrieben, insbesondere dein letzter Absatz trifft den Nagel auf den Kopf.
Wir können H.P. Strebel sehr dankbar sein. Der EVZ konnte vom ewigen Meisterkandidaten zum Meister wachsen. Unser Präsident liess unseren CEO Lengwiler machen, hat für das nötige Kapital gesorgt um die gesetzten Ziele zu erreichen und ist mehrheitlich im Hintergrund geblieben. Er hatte auch gar keine Zeit für das EVZ-Rampenlicht, da er mit der Entwicklung und dem Bau des OYM beschäftigt war. Nach Fertigstellung des OYM gab es aber Schritt für Schritt eine Vermischung dieser „EVZ-Eishockeywelt“ und der „OYM-Wissenschaftswelt“.
Als die letzten paar Jahre mehr Kapital für Stadionausbau notwendig wurde, hat sich H.P. Strebel stärker in die EVZ-Eishockeywelt eingebracht. Er wandelte sich vom Präsidenten zum Investor, hat sich berechtigter Weise die zusätzlichen finanziellen Mittel (Darlehen) auch durch Publicity vergüten lassen. Sein privates OYM wurde mit dem EVZ verheiratet (OYMhall) und auch die Mannschaftsbasis wurde vom Stadion ins OYM verlegt. Damit wurden zusehends Grenzen vermischt und der EVZ verlor seine Unabhängigkeit.
Wenn es jetzt so sein sollte, dass das OYM entgegen den Erwartungen doch nicht die optimale Wirkungsstätte für einen Eishockeyclub ist, dann schadet diese Nähe und es fehlt an Unabhängigkeit. Für mich als Fan besteht der Verdacht, als ob der EVZ im OYM trainieren MUSS. Werden Spieler nicht besser oder im Zweifel sogar schlechter, dann kann kaum korrigiert werden. Eine Abkehr vom OYM würde einem gigantischen Erdbeben gleichkommen und das Fundament des EVZ würde erschüttert.
Solche Gedanken und Szenarien werden verdrängt, entsprechend kommt es an anderer Stelle zu Eruptionen - beim Sportchef, beim Headcoach oder in der Mannschaft.
Vielleicht ist Kläy ja doch der beste Sportchef der Schweiz, oder Liniger das grösste Trainertalent…aber wenn die Spieler immer „schlechter“ werden, siehst du halt am Ende schlecht aus.