Medienberichte

"Der Goalie erzählt, die Siege hätten dem Innenleben des Teams extrem gutgetan. «Die Karten wurden neu gemischt. Das sieht man im Training. Die Intensität ist höher. Obwohl mich das eigentlich sehr ärgert.» Eine Äusserung, die als Seitenhieb in Richtung Mitspieler interpretiert werden kann. Denn fundamentale Dinge wie Kampf, Leidenschaft und Widerstandskraft liess die Mannschaft davor vermissen. Die Spieler verweigerten sich in den letzten Wochen unter dem entlassenen Headcoach Michael Liniger ziemlich allem." (Zuger Zeitung)
 

«Wir haben die Beine im Bus vergessen»: Wache Davoser erteilen schläfrigen Zugern eine Lektion​

Von Philipp Zurfluh, Davos
27.01.2026, 23.36 Uhr
Harter Aufprall für den EV Zug im Landwassertal: Ein Albtraum-Start und ein nicht funktionierendes Powerplay führen zur verdienten 1:4-Niederlage.
Im eigenen Stadion ist der HC Davos eine Macht und brilliert in dieser Saison mit einer fantastischen Siegquote. Von den 20 Heimspielenentschied er deren 18 für sich. Auch der EV Zug steht im Revier der Bündner auf verlorenem Posten. Den 4:1-Erfolg verdient sich die Mannschaft von Headcoach Josh Holden, weil sie konsequenter und abgebrühter agiert.
Der gefeierte Mann ist Doppeltorschütze Brendan Lemieux, der sich kurz vor Ende mit Daniel Vozenilek einen Boxkampf liefert – zur grossen Belustigung des Publikums. Während beim Heimteam die Söldner insgesamt vier Skorerpunkte sammeln, herrscht auf der anderen Seite gähnende Leere. Die Stürmer Dominik Kubalik, Tomas Tatar, Jan Kovar und Vozenilek glänzen an diesem Abend durch Unauffälligkeit. Captain Kovar will nichts schönreden: «Gegen ein Top-Team wie Davos reicht eine solche Leistung nicht. Die Puckbehandlung war sehr schlecht.»

Anders sieht die Lage beim HCD aus: Dort scheint es derzeit keine Rolle zu spielen, welche Ausländer auf dem Eis stehen. Wie stark der Kader besetzt ist, zeigt sich nur schon daran, dass Stürmerstar Filip Zadina – notabene 20-facher Saisontorschütze – als überzählig gelistet ist.

Nach 37 Sekunden ist der EVZ in Geberlaune​

Die Herausforderung im Landwassertal wird zusätzlich erschwert, weil der EVZ auf einen Spieler verzichten muss, der in den letzten Wochen einer der wenigen Kreativposten war: Grégory Hofmann brach am Montag das Training wegen muskulärer Probleme ab. Deswegen fiel der Flügelstürmer aus. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine Vorsichtsmassnahme. Ein weiterer Akteur, der schmerzlich vermisst wird, ist Abwehrboss Lukas Bengtsson. Der EV Zug hofft und ist gleichzeitig zuversichtlich, dass der Schwede die Olympia-Pause für den Formaufbau optimal nutzen kann, um bei der Wiederaufnahme der Meisterschaft bei vollen Kräften zu sein.

Das Heimteam zaubert einen Traumstart aufs Eis. Nach 37 Sekunden ist Goalie Leonardo Genoni bezwungen. Allerdings geht dem Treffer ein Patzer von Tobias Geisser voraus. Der Verteidiger macht in der Mittelzone keine gute Figur. Die Zuger müssen in der 6. Minute gleich den nächsten Schock verdauen. Kubalik lässt Landsmann Stransky etwas gar viele Freiheiten. Dieser legt für Sven Jung ab, der von der blauen Linie trifft. Genoni ist von Schuld freizusprechen, da ihm die Sicht verdeckt ist. Zudem wird der Puck noch leicht abgefälscht.
Der Ärger von Trainer Benoît Groulx ist nach dem Spiel dementsprechend gross: «Wir haben die Beine im Bus vergessen. Es hat zu lange gedauert, bis wir den Tritt gefunden haben. Das Spiel hat uns vor Augen geführt, in welchen Bereichen wir den Hebel ansetzen müssen.»

Beim EVZ funktionieren die Automatismen in der Vorwärtsbewegung nicht. Obwohl im ersten Drittel zweimal in Überzahl agierend, ist HCD-Keeper Sandro Aeschlimann überwiegend arbeitslos. Von den sportlichen Sorgen, welche die Zuger plagen, scheinen die Bündner weit entfernt. Das Team operiert wie eine perfekt geölte Maschine und kann jederzeit einen Gang höher schalten, sofern es erforderlich scheint.Dem EV Zug gelingt es, im Mitteldrittel das Geschehen ausgeglichener zu gestalten. Die Bemühungen sind da, aber er prallt immer wieder an der HCD-Abwehr ab. Der Tabellenführer erweckt zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass er das Spiel aus den Händen geben könnte. Die Zuger finden spielerisch keine Lösungen. Die Entscheidungsfindung beim puckführenden Spieler dauert zu lange. Kovar (31.) und Nando Eggenberger (33.) kommen zu zwei guten Chancen, mehr lässt das Heimteam nicht zu.Das in dieser Saison sonst gute Powerplay – ligaweit das zweitbeste – funktioniert gegen Davos überhaupt nicht. Insgesamt lässt der EV Zug vier Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen. Unpräzise Pässe führen dazu, dass der Puck nicht schnell genug zirkulieren kann. Aeschlimann muss sich praktisch nie beweisen.Wie man ein Powerplay praktiziert, demonstriert der HCD in der 42. Minute: Valentin Nussbaumer legt quer auf Lemieux, der mit dem 3:0 für die Vorentscheidung sorgt. Es passt ins Bild eines verunglückten Abends, dass Genoni einen harmlosen Schuss von Tino Kessler (45.) passieren lässt. Das 1:4 durch Sven Senteler (51.) ist lediglich Resultatkosmetik. Ein Abend zum Nachdenken für den EVZ, die Arbeit geht dem neuen Trainer nicht aus.
 
«Der Trainer war nicht das Problem»

Eine kritische Analyse nach dem 1:4 der «flügellahmen» Zuger gegen Lausanne.

Gibt es Ausreden? Ja, die Statistik entlastet die Zuger: 37:21 (12:3, 13:6, 12:12) Torschüsse und etwa doppelt so viele «expected goals». Was zur tröstlichen Feststellung führt: besser gespielt und doch verloren. Und fehlten nicht mit Grégory Hofmann und Mike Künzle zwei Flügel, die an einem guten Abend zu den Besten der Liga gehören? Die Zuger waren also in einem gewissen Sinne «flügellahm», und mit den beiden hätten sie auf den Aussenbahnen sicherlich mehr offensive Dynamik entwickelt.Aber solche Argumentationen taugen nicht für dieses Spiel, das weder der Qualität der Mannschaft noch den berechtigten hohen Ansprüchen des Managements und des Umfeldes entsprochen hat. Zug verlor die Partie auch nicht nicht in erster Linie in der Offensive. Sondern in der Defensive und wegen fehlender Energie. Das 0:1, das dazu führte, dass der Puck von da an Lausannes Weg ging, war für einen Torhüter mit der Kragenweite von Leonardo Genoni haltbar. Nicht ganz logisch, dass Genoni zum besten Spieler der Zuger gewählt worden ist.
Und das 0:2 durch Florian
Douay war gar so etwas wie eine Bankrotterklärung:Lausannes Rumpelstürmer erzielte seinen dritten Saisontreffer, indem er sich gegen Dominik Kubalik durchzusetzen vermochte. Zugs Topskorer sündigte also hinten und vorne. Vorne am schlimmsten, als er in der 49. Minute bei einem Alleingang am Lausannes katzenhaft flinken Goalie Kevin Pasche scheiterte und den Anschlusstreffer zum 1:2 verpasste. Logisch, dass Pasche zum besten Spieler der Gäste gewählt worden ist. Die Frage ist also: Was ist los mit Zug? Wäre jetzt noch Michael Liniger in Amt und Würden, dann würde jetzt die Trainerfrage gestellt, ja ein Trainerwechsel gefordert.«Ja, da haben sie recht», sagt Sportchef Reto Kläy. «Wir haben nun mit dem neuen Trainer zweimal gewonnen und verloren, und wenn der Anspruch ist, nach dem Trainerwechsel viermal zu gewinnen, dann hat der Wechsel an der Bande nichts gebracht. Unser neuer Trainer ist kein Zauberer wie David Copperfield. Und ja, der Trainer war nicht das Problem.»Was ist dann das Problem? Zugs tüchtiger Sportchef sagt zuerst auswendig die Verletztenliste auf - er vergisst keinen Namen - hält dann inne und fragt: «Haben Sie für ein zweistündiges Gespräch Zeit? So viel Zeit brauche ich für eine Erklärung. Es stimmt vieles nicht.»Aber was, vermag Zugs tüchtiger Sportchef kurz nach der Partie eben nicht zu sagen.Es blieben nur etwa zehn Minuten Zeit. Immerhin merkt er selbstkritisch an: «Vielleicht bin ich ja das Problem, weil ich nicht die richtigen Spieler engagiert habe ...».Nun denn: Es passt ins Bild, dass es Nando Eggenberger ist, der in der 52. Minute mit dem 1:2 - seinem zweiten Saisontreffer noch einmal Hoffnung weckt. Ausgerechnet diesem braven Mitläufer hat Sportchef Reto Kläy schon im Herbst eröffnet, dass er in Zug keine Zukunft hat. Nun wechselt er im Sommer mit einem Einjahres-vertrag nach Langnau. Nach diesem Anschlusstreffer hätte Zug noch gut acht Minuten Zeit gehabt, um die Partie zu drehen. Aber die Energie kehrte nicht zurück, die Zuversicht
auch nicht: Lausanne dominierte die Schlussphase mit erstaunlicher Leichtigkeit.

Die Olympia-Pause kommt im richtigen Moment

Wenn Stars wie Dominik Kubalik versagen, aber «Desperados» wie Nando Eggenberger überzeugen, dann ist das Problem nicht der Trainer. Sondern eine offenbar tiefsitzende Zerrüttung des Teams. Während der Olympia-Pause hat Zugs Sportchef reichlich Zeit für die
Ursachenforschung.«Ja, die Olympia-Pause kommt zur richtigen Zeit», bestätigt Reto Kläy. Auf die Frage, ob er nun gerne einen aufmunternd positiven oder eher lieber einen schonungslos kritischen Matchbericht hätte, wünscht er: «Ein aufmunternder Bericht vor der Olympia-Pause wäre schön.»Sein Wunsch kann leider der Chronistenpflicht wegen- schreiben, was ist -nicht erfüllt werden.

LZ
 
„Pünktlich nach dem Spiel werden für den EVZ die bestellten Pizzen geliefert. Sie dürften dank der Punkte noch besser geschmeckt haben. Die Spieler geniessen nun eine trainingsfreie Woche. Nach dem Mammutprogramm mit 15 Spielen in 30 Tagen haben sie es bitter nötig.“

Weis gar nicht was ihr alle wegen dem oym food habt, sie essen nach dem spiel pizzas 🤷🏻‍♂️😉😉

Bericht vom „Boten“
 
Dann hoffen wir sie hat geschmeckt👌
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Da hat Gruu wohl gemerkt das Voze Spielerisch eher limitiert ist und setzt ihn jetzt als Provokateur ein!
Finde ich gut den das hat uns auch ausgemacht in den Meisterjahren die 2-3 Drecksäcke wo dem gegenüber unter die Haut gefahren sind um sie aus der Reserve zu locken😁👍
 
Zuletzt bearbeitet:
„Pünktlich nach dem Spiel werden für den EVZ die bestellten Pizzen geliefert. Sie dürften dank der Punkte noch besser geschmeckt haben. Die Spieler geniessen nun eine trainingsfreie Woche. Nach dem Mammutprogramm mit 15 Spielen in 30 Tagen haben sie es bitter nötig.“

Weis gar nicht was ihr alle wegen dem oym food habt, sie essen nach dem spiel pizzas 🤷🏻‍♂️😉😉

Bericht vom „Boten“
Ist dies ein Witz? Oder kann dies jemand bestätigen?
Nicht dass ich es ihnen nicht gönnen würde. Nee wäre eine tolle Aktion
 
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